Führend in der Mitgliederzahl: Die Jugendfeuerwehren Bayerns!

Die Deutsche Jugendfeuerwehr hat jetzt die Jahresstatistik für das Jahr 2016 veröffentlicht.

Die Jugendfeuerwehren Bayerns konnten wieder die größte Mitgliederzahl stellen: 48.606 Jugendfeuerwehrleute der insgesamt 257.239 deutschen Jugendfeuerwehrleute kommen aus unserem Bundesland! Der zweite Platz gebührt Niedersachsen mit 42.021 und der dritte Platz Baden-Württemberg mit 30.218 Aktiven:

Nominell liegen Bayern und Niedersachsen fast gleichauf. In Niedersachsen ist aber der Altersschnitt der Jugendfeuerwehren weit niedriger ist. Dort dürfen Kinder ab 10 in die Jugendfeuerwehr und bereits ab 6 in die Kinderfeuerwehr – auch diese sind in dieser Statistik erfasst. Das niedrigere Durchschnittsalter wirkt sich entsprechend aus: Während 2016 in Bayern 7944 Mitglieder aus der Jugendfeuerwehr in ihre Feuerwehr wechseln konnten, waren es in Niedersachsen nur 3740.

Nach wie vor ausbaufähig ist der Anteil weiblicher Jugendfeuerwehrleute: Während in ganz Deutschland 26,99 Prozent aller Jugendfeuerwehrleute weiblich sind, sind es in Bayern nur 26,81 Prozent. Damit treffen wir fast den Durchschnitt, aber es gibt keinen Grund, warum die bayerischen Jugendfeuerwehren den Anteil nicht deutlich steigern können sollten. Tatsächlich gibt es in Deutschland überraschend viele Jugendfeuerwehren, die gar keine Mädchen aufnehmen: Nur 80,6 Prozent aller Jugendfeuerwehren nehmen weibliche Mitglieder auf, was uns eigentlich beschämen sollte. Es gibt keine sinnvollen Gründe, die gegen weibliche Feuerwehrangehörige sprechen!

Auch in Bayern ist aber nicht alles eitel Sonnenschein! Analog der Ab- und Zuwanderungen in den bayerischen Landkreisen melden 1554 Jugendfeuerwehren mehr oder weniger große Nachwuchssorgen während etwa 3600 – vornehmlich im Süden Bayerns – diese noch nicht kennen.

Überaus beeindruckend ist die Zahl der geleisteten Dienststunden der Jugendwarte, -ausbilder und -betreuer:

Dazu kommen noch insgesamt 118.771 Tage Zeltlager, Freizeiten und Fahrten.

Insgesamt wurden durch die Jugendwarte und Betreuer 4.260.909 Stunden zusätzlich zu ihrem normalen Feuerwehrdienst und zusätzlich zu den eigentlichen Jugendfeuerwehrstunden erbracht. Diese Zahl umfasst unter anderem Aus- und Fortbildungen der Jugendwarte, Beratungen mit anderen Jugendwarten, Ausbildern oder Führungspersonal bzw. Dritten sowie die Vor- und Nachbereitungen der Dienste und Veranstaltungen. Denn wenn die Jugendübung vorbei ist, ist die Arbeit des Jugendwarts noch lange nicht getan!

Eine Präsentation zur Jugendstatistik 2016 finden Sie hier zum Download.