Landes-Jugendfeuerwehrwart a.D. Gerhard Barth verstorben

Die Jugendfeuerwehren Bayerns trauern um den ehemaligen Landes-Jugendfeuerwehrwart Gerhard Barth, der am 12. Oktober 2020 ganz unerwartet im Alter von nur 61 Jahren verstorben ist.

Gerhard Barth ist 1975 in die Jugendgruppe der Feuerwehr seiner Heimatgemeinde Rückersdorf (LK Nürnberg-Land) eingetreten und wurde 1978 Jugendwart. Diese Tätigkeit beendete er, als er 1984 Kreisjugendfeuerwehrwart wurde. Diese Tätigkeit übte er bis 2015, also 31 Jahre lang aus.

1990 wurde Gerhard Barth vom Sprechergremium der Freiwilligen Feuerwehren Bayerns, dem Vorläufer des Landesfeuerwehrverbands Bayern, zum Jugendbeauftragten für ganz Bayern ernannt. Er war damit der entscheidende Wegbereiter für die Gründung der JF Bayern im Jahr 1994, in dessen Rahmen er dann zum ersten Landes-Jugendfeuerwehrwart Bayerns gewählt wurde. Dieses Amt übte er bis 2018 aus. Die Jahre als Jugendbeauftragter eingerechnet, stand er 28 Jahre an der Spitze der Jugendfeuerwehren in Bayern. Parallel war er seit der Gründung Mitglied im Verbandsausschuss des LFV Bayern. 2018 wurde er dann Ehrenmitglied der Jugendfeuerwehr Bayern und Ehrenmitglied des Landesfeuerwehrverbands Bayern.

Gerhard Barth war aber auch außerhalb Bayerns tätig. Er war von 1993 bis 2005 stellvertretender Bundesjugendleiter der Deutschen Jugendfeuerwehr, wo ihm insbesondere der internationale Jugendaustausch ein besonders Anliegen war.

Neben der Goldenen Ehrennadel der JF Bayern und der Deutschen Jugendfeuerwehr erhielt er für sein Wirken auch das Goldene Ehrenkreuz des LFV Bayern und das Goldene Ehrenkreuz des Deutschen Feuerwehrverbands. Darüber hinaus wurde er mit dem Steckkreuz zum Feuerwehrehrenzeichen Bayerns und mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Gerhard Barth hat die Jugendfeuerwehr Bayern aufgebaut und für Jahrzehnte geleitet. Seine Einsatzbereitschaft für die Jugendfeuerwehren war ohne Beispiel. Mit ihm verlieren die Jugendfeuerwehren in Bayern einen leidenschaftlichen Kämpfer für ihre Sache – und einen guten Freund.

Die Jugendfeuerwehren Bayerns werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren und ihn niemals vergessen.